Nach dem 728. Stoppelmarkt in Vechta zieht die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta trotz einzelner Straftaten eine insgesamt positive Bilanz. Im Verhältnis zu den geschätzten 750.000 Besucherinnen und Besuchern habe die Zahl der bekannt gewordenen Delikte auf einem niedrigen Niveau gelegen. Der Einsatz erstreckte sich über mehrere Markttage und wurde zeitweise durch Kräfte der Polizeidirektion Oldenburg und der Bereitschaftspolizei unterstützt.
Der Stoppelmarkt begann mit dem Umzug am Donnerstag, 13. August 2026. Am anschließenden ersten Markttag kam es laut Polizei zu wenigen Einsätzen. Am Freitag öffnete das Volksfest um 14 Uhr erneut. Am Nachmittag waren zunächst vergleichsweise wenige Menschen auf der Westerheide, bevor der Besucherstrom im Laufe des Abends deutlich zunahm. Ein ähnlicher Verlauf zeigte sich am Samstag.
Vor allem Körperverletzungen und Diebstähle
Über den gesamten Stoppelmarkt hinweg nahm die Polizei mehrere Strafanzeigen auf. Hauptsächlich ging es um Körperverletzungen und Diebstähle. Personen, die durch aggressives Verhalten auffielen, wurden konsequent vom Marktgelände verwiesen. In einzelnen Fällen musste der Platzverweis nach Angaben der Polizei mit körperlichem Zwang durchgesetzt werden.
Am Samstag, 15. August, fanden Einsatzkräfte bei der Aufnahme eines Sachverhalts eine Schreckschusswaffe bei einem Mann. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz leitete die Polizei ein Strafverfahren ein.
„Die Anzahl der zum jetzigen Zeitpunkt bekannt gewordenen Straftaten verdeutlicht, dass die allermeisten Besucherinnen und Besucher sehr friedlich gefeiert haben“, erklärte Luca-Marie Mielke, Leiterin des Polizeikommissariats Vechta. Für sie war es der erste Stoppelmarkt als Gesamteinsatzleiterin. „Letztendlich bedeutet das für mich, dass das Einsatzkonzept aufgegangen ist“, sagte Mielke weiter.
Rückstau am Bahnübergang
Als neuralgischer Punkt erwies sich erneut der Bahnübergang im Bereich des Stoppelmarkt-Bahnhofs. Bei starkem Besucheraufkommen führten die geschlossenen Schranken zu einem deutlichen Rückstau in Richtung Stoppelmarkt und Visbeker Damm. Die Verantwortlichen leiteten den Besucherstrom zu Spitzenzeiten über eine nahe gelegene Nebenstrecke auf das Marktgelände um.
Mit Blick auf die Besucherzahl zeigte sich die Polizeiinspektion Cloppenburg/Vechta zufrieden mit dem Einsatzverlauf. Polizeikommissariatsleiterin Mielke hob außerdem hervor, dass es nur in wenigen Fällen zu Gewalt gegen Einsatzkräfte gekommen sei. Die polizeiliche Präsenz sei von der Bevölkerung häufig positiv bewertet worden. Ihren Dank richtete die Polizei an die Besucherinnen und Besucher, die zu einem respektvollen Miteinander auf dem Volksfest beigetragen hätten.