Hausarbeit erledigt sich nicht von allein – auch wenn ein bekannter Schlager genau das behauptet. In seiner am 14. August 2026 veröffentlichten Kolumne „Das bisschen Haushalt...“ beschreibt OM-Medien-Reporter Oliver Hermes den Alltag im Haushalt als eine Art Hochleistungssport. Der Text ist keine lokale Nachricht im engeren Sinn, richtet sich aber an Leserinnen und Leser in Cloppenburg ebenso wie an alle, die ihre Küche, Waschmaschine und Vorratsschränke wiedererkennen.

Ausgangspunkt ist Johanna von Koczian. Ihr Schlager „Das bisschen Haushalt“ besang laut Hermes eine Wahrheit, die viele Menschen kennen. Der entscheidende Satz lautet: „Das bisschen Haushalt, sagt mein Mann, macht sich von alleine“. Die Kolumne hält dagegen: Zwischen „bisschen“ und „Haushalt“ bestehe ein grundsätzlicher Widerspruch, denn Hausarbeit sei deutlich umfangreicher, als der Titel vermuten lasse.

Spülmaschine und Waschmaschine laufen weiter

Das zeigt Hermes zunächst an der Spülmaschine. Während eine Runde läuft, steht nach seiner Beschreibung bereits das Geschirr für den nächsten Durchgang bereit. Die Maschine könnte damit theoretisch den ganzen Tag geöffnet bleiben, damit Besteck im Vorbeigehen eingeräumt werden kann.

Auch die Waschmaschine wird in der Kolumne zum Sinnbild für nie endende Arbeit. Sie produziert zuverlässig neue Wäsche, die anschließend mehrere Tage am Wäscheständer hängt. Ist sie trocken, landet sie zunächst im Wäschekorb. Gefaltet wird sie laut der humorvollen Schilderung womöglich erst, wenn beim bevorzugten Streaminganbieter eine neue Serie beginnt. Eine andere Möglichkeit: Nach dem Duschen wird einfach ein T-Shirt vom Wäscheständer genommen.

Wenn die Tupper-Schublade zum Statikproblem wird

Besondere Aufmerksamkeit erhält die Tupper-Schublade. Sie sei einmal sortiert gewesen – angeblich. Heute könne schon das Herausziehen einer Dose ein „komplexes Statikproblem“ auslösen: Eine Dose klemmt, eine andere fällt heraus, und beim Schließen verkeilt sich ein Deckel. Hermes’ Lösung für das Küchenchaos ist bewusst überspitzt: eine neue Küche kaufen.

Daneben beschreibt die Kolumne weitere typische Haushaltsszenen. Einkaufstüten vermehren sich, obwohl sie beim nächsten Einkauf wiederverwendet werden sollen. Zusätzlich sammeln sich Chips für den Einkaufswagen. Beim Mülleimer gilt das Prinzip „Da geht noch was“, bis der Müll in die Höhe wächst und an Tetris erinnert.

Vergessene Lebensmittel und ein unbekannter Gewürzfund

Im Kühlschrank lagern nach Hermes’ Darstellung Lebensmittel, die einst dringend benötigt wurden, später aber in den hinteren Ecken ein Eigenleben entwickeln. Auch der Gewürzschrank verlangt Geduld: Wer Paprika edelsüß sucht, nimmt vorher zahlreiche andere Gläser heraus – darunter Muskat von 2019 oder Gewürze unbekannter Herkunft.

Am Ende bleibt die Erkenntnis der Kolumne: Vielleicht hatte Johanna von Koczian doch recht. Hausarbeit sei tatsächlich nicht so viel – sofern man nicht allzu genau hinsieht. Mehr Informationen zur Kolumne und zum Autor bietet OM Online; Kontakt zu Oliver Hermes ist laut Beitrag unter [email protected] möglich.