Die medizinische Expertise aus Cloppenburg sorgt bundesweit für Aufmerksamkeit: Dr. Nicole Bogun, Chefärztin der Angiologie am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg, ist bei der Sommertagung des Arbeitskreises Gefäß-Ultraschall in Regensburg als Referentin aufgetreten.

Bei der Veranstaltung präsentierte sie besondere Fälle, die sie am zertifizierten Gefäßzentrum des St.-Josefs-Hospitals behandelt hat. Diese Fälle stießen laut Krankenhaus auf bundesweites Interesse. Zuvor hatte Bogun die Krankheitsbilder bereits bei einer Veranstaltung mit Experten der Schlaganfallversorgung in Damme vorgestellt.

Halsschlagader im Mittelpunkt

In ihren Beiträgen ging es um die Verengung oder den Verschluss der Halsschlagader. Ursache ist den Angaben zufolge meist Arteriosklerose, also eine Verkalkung der Gefäße. Eine solche Carotisstenose kann die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn drosseln und das Schlaganfallrisiko deutlich erhöhen.

Bogun erläuterte außerdem das standardisierte Vorgehen bei einer hochgradigen Carotisstenose. Wenn ein Eingriff erforderlich ist, kann die Operation der Halsschlagader im zertifizierten Gefäßzentrum am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg erfolgen.

Seltene Erkrankungen vorgestellt

Zu den präsentierten Fällen gehörte eine junge Frau mit einer seltenen, vorzeitig aufgetretenen schweren Arteriosklerose der Halsschlagader und der Schulterarterien. Außerdem stellte die Chefärztin den Fall einer jungen Frau mit Takayasu-Arteriitis vor, einer seltenen entzündlichen Erkrankung.

Am St.-Josefs-Hospital Cloppenburg wurden inzwischen sechs Patientinnen mit dieser seltenen Erkrankung behandelt. Die Vorstellung bei Fachveranstaltungen macht damit auch spezielle Erfahrungen aus dem Cloppenburger Gefäßzentrum überregional zugänglich.