Eine Woche vor der Kommunalwahl im Oldenburger Münsterland richtet Antonius Schröer den Blick auf die bevorstehenden Entscheidungen in der Region. In seinem Beitrag ruft der OM-Autor dazu auf, nicht nur über Politik zu klagen, sondern selbst über die Zukunft der Heimat mitzuentscheiden. Für Cloppenburg ist dabei besonders eine Frage offen: Holt ein Landratskandidat die absolute Mehrheit?

Schröer beschreibt den Wahlabend als einen Moment, auf den er sich trotz eigener Nichtkandidatur weiterhin freut. Wahlen seien für ihn ähnlich spannend wie der letzte Spieltag einer Fußball-Bundesliga-Saison, wenn über Abstieg oder Titel entschieden werde. Der Unterschied: Bei der Kommunalwahl könnten die Bürgerinnen und Bürger selbst mitspielen, indem sie ihre Stimmen abgeben.

Entscheidungen in Cloppenburg und der Region

Im Mittelpunkt stehen neben der Landratswahl im Landkreis Cloppenburg weitere kommunale Machtfragen im Oldenburger Münsterland. In Vechta geht es darum, ob der Bürgermeister im Amt bleibt. In Visbek und Dinklage könnte die Frage relevant werden, welche Kandidaten eine Stichwahl erreichen. Für Emstek und Goldenstedt stellt Schröer die Frage, ob dort besonders hohe Zustimmungswerte für die Bürgermeisterkandidaten möglich sind. Auch Friesoythe wird als wichtiger Schauplatz im Norden der Region genannt.

Die Wahl findet laut dem Beitrag in einer Woche statt. Schröer verbindet den Termin mit persönlichen Erinnerungen an seine Großeltern und an Tante Lucie. Bei seiner Tante habe der Fernseher so laut gelaufen, dass Politiker wie Angela Merkel und Olaf Scholz bei seinen Besuchen beinahe persönlich zu Gast gewesen seien. Aus den gemeinsamen Gesprächen am Mittag seien regelmäßig Diskussionen über Politik entstanden – manchmal so intensiv, dass das Essen kalt geworden sei.

Respekt für Menschen hinter den Plakaten

Seine Erinnerungen nutzt Schröer, um den Blick auf die Kandidierenden zu lenken. Überall hingen vor der Wahl Plakate an den Laternen. Dahinter stünden Menschen, die Sitzungen besuchten, Diskussionen aushielten und ihre Freizeit opferten, weil sie in ihrem Ort etwas bewegen wollten.

Der Autor räumt ein, dass nicht jeder Kandidat oder jede Kandidatin gleichermaßen überzeugen werde. Trotzdem betont er seinen Respekt vor allen, die antreten, weil sie für etwas stünden: für ihr Dorf, ihre Stadt, Vereine, Schulen, Familien und Unternehmen – und für das Oldenburger Münsterland.

Sein Appell richtet sich deshalb ausdrücklich auch an die Wählerinnen und Wähler in Cloppenburg: Sie sollten am Wahltag mit Interesse statt schlechter Laune ins Wahllokal gehen. Es gehe nicht nur darum, gegen etwas zu stimmen. Die Kommunalwahl biete vielmehr die Möglichkeit, sich für die eigene Heimat und die weitere Entwicklung der Region zu entscheiden.

„Ab ins Wahllokal! Nicht mit schlechter Laune, sondern mit Lust darauf, unsere Heimat und das Wahlergebnis mitzugestalten.“