Ein Großbrand hat am Donnerstagabend, 15. Oktober, einen Schweinestall in Vordersten Thüle bei Friesoythe zerstört. Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, stand das Stallgebäude bereits in Vollbrand. Nach den Angaben der Feuerwehr verendeten bei dem Brand vermutlich alle Tiere.
Der Alarm ging um 20.49 Uhr ein. In einem weiteren Gebäudekomplex war zusätzlich ein Schwelbrand ausgebrochen. Wegen der Lage wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert. Die Brandbekämpfung konzentrierte sich deshalb nicht nur auf das bereits brennende Stallgebäude, sondern auch auf den Schutz der angrenzenden Gebäudeteile.
Feuerwehren aus mehreren Orten beteiligt
An dem Einsatz waren die Feuerwehren aus Friesoythe, Altenoythe, Gehlenberg, Markhausen und Bösel beteiligt. Auch die Feuerwehr Cloppenburg rückte mit einer zweiten Drehleiter an. Zusätzlich unterstützten der ABC-Zug, der Drohnenzug des Landkreises Cloppenburg und ein Löschunterstützungsfahrzeug aus Friesoythe die Arbeiten.
Um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile zu verhindern, errichteten die Einsatzkräfte mehrere Riegelstellungen. Gleichzeitig liefen umfangreiche Löscharbeiten an den betroffenen Stallgebäuden. Die Versorgung mit Löschwasser erwies sich dabei als besondere Herausforderung. Unter anderem wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Feuerwehrfahrzeugen eingerichtet.
Rauchwarnung und Verkehrsbehinderungen
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung über eine Warn-App informiert. Während des Einsatzes kam es außerdem im Bereich der Bundesstraße 72 zu Verkehrsbehinderungen. Reisende und Anwohner mussten dort mit Einschränkungen rechnen.
Neben den Feuerwehren waren die Feuerwehrtechnische Zentrale, Einheiten für die Einsatzstellenhygiene, die zuständigen Versorgungsunternehmen und der Rettungsdienst beteiligt. Ein Rettungswagen kam aus Cloppenburg. Ebenfalls vor Ort waren ehrenamtliche DRK-Bereitschaften aus Friesoythe und Bösel sowie die Psychosoziale Notfallversorgung aus Cloppenburg.
Einsatz bis in den Freitagmorgen
Nach Angaben der Feuerwehr dauerten die Einsatzmaßnahmen bis etwa 6 Uhr am Freitag, 16. Oktober. Damit war der Einsatz zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig abgeschlossen. Im Laufe des Tages sollten weitere Aufräum- und Nachbereitungsarbeiten folgen. Weitere Informationen wurden für den weiteren Tagesverlauf angekündigt.