Friesoythe. Eine persönliche Auseinandersetzung mit Demenz steht im Mittelpunkt einer Ausstellung von Bärbel Nölker in Friesoythe. Die Künstlerin verarbeitet in ihren Bildern die Alzheimer-Erkrankung ihres Mannes und macht sichtbar, wie sich das Leben von der Diagnose bis zu Momenten des Trostes verändert.
Die Ausstellung trägt den Titel „Wenn die Welt kleiner wird“. Sie beleuchtet den Weg, den Betroffene und Angehörige im Verlauf der Erkrankung erleben. Damit verbindet die Präsentation persönliche Kunst mit Informationen und Aufmerksamkeit für eine Krankheit, die Familien im Alltag stark prägen kann.
Ausstellung im Rahmen einer Aktionswoche
Gezeigt werden die Werke im Rahmen der Aktionswoche „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Die Veranstaltung soll Demenz aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und deutlich machen, dass die Erkrankung nicht allein eine Frage des hohen Alters ist.
Nach Angaben von OM Online wurde die Ausstellung von mehreren Beteiligten aus Friesoythe angeregt und unterstützt. Dazu gehören die Künstler Christa Anneken und Gerd Binder sowie Andrea Poppe Aumüller von der VHS-Kontaktstelle für Selbsthilfe. Ebenfalls beteiligt ist Theresia Ostrowski, die als Koordinatorin des Demenz-Netzwerkes genannt wird.
Persönliche Bilder über einen Krankheitsweg
Nölker nutzt ihre Werke, um die Alzheimer-Erkrankung ihres Mannes aus ihrer eigenen Perspektive festzuhalten. Die Bilder stehen damit nicht nur für den medizinischen Verlauf, sondern auch für die emotionalen Veränderungen, die eine Diagnose für Erkrankte und Angehörige mit sich bringt.
Die Ausstellung richtet sich an Menschen, die sich mit Demenz auseinandersetzen möchten, und ordnet die persönliche Geschichte der Künstlerin in die Aktionswoche ein. Weitere Angaben zu Ausstellungsort, Öffnungszeiten oder dem Ende der Präsentation enthält die vorliegende Veröffentlichung nicht.